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Adlkofen
Kirchenführer von Lothar Brey



  Was gesagt werden muss ...

Im Rahmen meiner Arbeiten stieß ich gelegentlich, nicht nur innerhalb der Literatur, immer wieder einmal auf Widersprüche, Ungereimtheiten und auch Fehler. Um diese alle aus der Welt zu schaffen, wäre ein tiefgründiges theologisches Wissen (was mir grundsätzlich fehlt) oder/und ein umfangreiches Literaturstudium vonnöten gewesen. Aus der mir zur Verfügung stehenden Literatur ergaben sich allerdings keine zwingenden Hinweise darauf, daß damit diese Mängel mit Sicherheit zu beseitigen gewesen wären. Eher verfestigte sich bei mir der Eindruck, daß diese Fehler schon Jahrhunderte so festgeschrieben sind und immer wieder (fehlerhaft) übernommen und weitergegeben wurden. überhaupt mußte ich (nicht nur bei dieser Arbeit) feststellen, daß verschiedene Autoren hemmungslos voneinander abgeschrieben haben, ja daß sogar die Kommentare zu den von mir über Jahre hinweg analysierten Fernseh- und Rundfunksendungen zum Teil sogar wortwörtlich und ohne Quellenangabe von anderen Autoren abgeschrieben wurden.

Ich habe versucht etwaige Fehler oder Ungereimtheiten, so gut es ging, zu beseitigen oder zu glätten. Mir erschien es andererseits für die Adlkofener Kirche nicht unbedingt so sehr von Bedeutung, ob der eine Heilige nun in Rom oder in Mailand erzogen wurde. Genaueste historische Grundlagen und Fakten zu schaffen, die meines Wissens z. T. ohnehin nur auf "legendären" Erzählungen beruhen, waren und sind nicht das Ziel meiner Arbeit, wiewohl ich mich natürlich um die historische Wahrheit bemüht habe. Eine diesbezügliches Übermaß an Anstrengung und Quellenstudium habe ich indes nicht angestrebt.

Das Ziel dieser Arbeit war es, einen möglichst verständlichen, an den historischen und theologischen Grundlagen orientierten  Leitfaden zum Kennenlernen unserer Kirche zu entwerfen, der es dem Leser ermöglicht, sich innerhalb kürzester Zeit ein einfaches Wissen über die St. Thomas - Kirche anzueignen, um somit "seine Kirche" näher kennenzulernen, sich darin auszukennen um sich dort zu Hause fühlen zu können. Dabei habe ich unbekannte Fachbegriffe und Deutungen tunlichst vermieden und ich habe versucht, möglichst einfach und verständlich zu schreiben. Historiker, Fachbuchautoren und Verfasser von konventionellen Kirchenführern mögen darüber die Nase rümpfen, doch für sie habe ich diese Abhandlung nicht geschrieben.

Meinen Lehrerkolleginnen und -kollegen ist es selbstverständlich gestattet, und es wäre mir eine Freude, wenn Sie darauf zurückgreifen würden, alle vorliegenden Materialien für ihre unterrichtlichen Zwecke zu verwenden. Sämtliche Texte und Grafiken liegen dazu auch auf Computerdiskette vor und können so beliebig und einfach abgewandelt und den persönlichen Bedürfnissen angepaßt werden.

Zu danken habe ich:
Herrn Pfarrer Blümel für den fachlichen Beistand,
Herrn Ernst Schröder für die Überlassung verschiedener Quellen und für eine Vielzahl von zusätzlichen Informationen und Tips,
Herrn Kirchenpfleger Anton Schranner für seine Auskünfte, Schilderungen und Einblicke in die Akten der Kirchenverwaltung,
Herrn Franz Penzkofer für die fundierte fachliche Beratung und seine ermunternde, kollegiale Unterstützung,
- und vor allem meinem Vater für die vielfältigen Korrekturhinweise und die Überarbeitung des Manuskriptes.


Adlkofen, im März 1992